Föhncreme und Blow-out-Creme: Was sie können und wie du sie anwendest

Eine Föhncreme, im Salon Blow-out-Creme oder Blow-dry-Cream genannt, ist das Produkt, das Friseure vor dem Föhnen ins handtuchtrockene Haar geben. Sie verkürzt die Föhnzeit, schützt vor Hitze, glättet die Schuppenschicht und gibt dem Haar den Schwung und Glanz, den man vom Friseurbesuch kennt. Dieser Ratgeber erklärt, was die Creme von Schaumfestiger und Hitzeschutzspray unterscheidet, für welches Haar sie sich lohnt und wie du sie richtig anwendest.

Was eine Blow-out-Creme macht

  • Hitzeschutz: Ein Pflegefilm verteilt die Föhnhitze gleichmäßig und verhindert, dass Wasser schlagartig aus der Faser verdampft.
  • Kürzere Föhnzeit: Die Formel verdrängt Wasser von der Haaroberfläche. Das Haar trocknet spürbar schneller und bekommt weniger Hitze ab.
  • Glatte Oberfläche: Die Schuppenschicht legt sich an, das Haar reflektiert Licht und kräuselt weniger.
  • Form und Halt: Leichte Stylingpolymere halten den geföhnten Schwung, ohne zu verkleben.

Föhncreme, Schaumfestiger oder Hitzeschutzspray?

Ein Hitzeschutzspray schützt, formt aber nicht. Ein Schaumfestiger gibt Volumen und Halt, pflegt aber kaum. Die Föhncreme liegt dazwischen: Schutz, Glätte und leichter Halt in einem Produkt. Bei feinem Haar, das vor allem Volumen braucht, ist Schaum oder ein Ansatzspray die bessere Wahl, siehe Ansatzspray und Haarpuder richtig anwenden. Bei normalem bis dickem, welligem oder frizzigem Haar bringt die Creme das schönere Ergebnis.

Anwendung Schritt für Schritt

  1. Haar handtuchtrocken machen. Mit dem Handtuch ausdrücken, nicht rubbeln. Im tropfnassen Haar verdünnt sich die Creme.
  2. Richtig dosieren. Eine haselnussgroße Menge für schulterlanges Haar, bei langem oder dickem Haar das Doppelte. In den Handflächen verreiben.
  3. In Längen und Spitzen verteilen, mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen. Der Ansatz bekommt nur den Rest aus den Händen.
  4. Vortrocknen. Das Haar zu etwa 80 Prozent ohne Bürste trocknen, erst dann mit der Rundbürste arbeiten. Das spart Zeit und Hitze.
  5. Partie für Partie föhnen, die Düse zeigt immer von oben nach unten entlang der Schuppenschicht. Jede Partie zum Schluss kalt anföhnen, das fixiert.
  6. Finish: ein Tropfen Haaröl in die Spitzen oder ein Hauch flexibles Haarspray.

Die komplette Föhntechnik mit Rundbürste, glattem Finish und Volumen am Ansatz erklärt der Ratgeber Haare richtig föhnen.

Welche Föhncreme für welches Haar?

Die häufigsten Fehler

  • Zu viel Produkt: Das Haar wird schwer und wirkt am zweiten Tag fettig.
  • Creme auf den Ansatz: nimmt Volumen. Nur Längen und Spitzen.
  • Ins trockene Haar geben: Die Creme ist für feuchtes Haar gemacht, im trockenen Haar verklebt sie.
  • Heißeste Stufe: Mittlere Temperatur und mehr Luftstrom trocknen fast genauso schnell und schonen das Haar.

Häufige Fragen

Ersetzt eine Föhncreme den Hitzeschutz? Beim Föhnen ja, wenn sie Hitzeschutz enthält. Vor Glätteisen oder Lockenstab zusätzlich ein Hitzeschutzspray verwenden, weil die Temperaturen dort deutlich höher sind.

Kann ich Föhncreme auch beim Lufttrocknen benutzen? Ja. Sie glättet auch ohne Föhn die Oberfläche und reduziert Frizz. Methoden dazu im Ratgeber Haare glätten ohne Hitze.

Ist eine Blow-out-Creme für Locken geeignet? Nur, wenn du die Locken glatt föhnen willst. Für definierte Locken ist eine Curl Cream richtig, siehe Lockenpflege-Routine.

Wie lange hält ein Blow-out? Zwei bis drei Tage, wenn das Haar komplett durchgetrocknet wurde und nachts locker zusammengebunden wird.

Alle passenden Produkte findest du in den Kategorien Hitzeschutz, Anti-Frizz und Volumen-Produkte.

Zurück zum Blog