Nachhaltige Haarpflege: Woran du sie erkennst
Teilen
Nachhaltige Haarpflege ist mehr als ein grünes Etikett. Sie entscheidet sich an fünf Stellen: an der Rezeptur, an der Verpackung, an der Produktion, am Tierschutz und an der Frage, wie viel Produkt du wirklich brauchst. Dieser Ratgeber erklärt, woran du nachhaltige Haarpflege erkennst, welche Begriffe etwas bedeuten und welche nur Marketing sind, und wie die vier Marken in unserem Shop damit umgehen.
Woran du nachhaltige Haarpflege erkennst
- Gut abbaubare Rezepturen. Was du ausspülst, landet im Abwasser. Milde Tenside und der Verzicht auf Mikroplastik sind hier die bessere Wahl. Auswahl unter Shampoo ohne Sulfate.
- Vegan und tierversuchsfrei. In der EU sind Tierversuche für Kosmetik verboten, vegan bedeutet zusätzlich: keine tierischen Rohstoffe wie Keratin aus Wolle, Bienenwachs oder Lanolin.
- Weniger Verpackung. Recyclingfähige Flaschen, große Salongrößen und konzentrierte Formeln reduzieren Müll. Ein Liter Shampoo ersetzt vier Flaschen à 250 ml.
- Kurze Wege. Drei unserer vier Marken kommen aus Skandinavien und produzieren dort.
- Produkte, die lange halten. Ein gutes Produkt, das sparsam dosiert wird, ist nachhaltiger als drei mittelmäßige. Deshalb setzen wir auf Salonqualität statt Drogeriemengen.
Begriffe, die etwas bedeuten, und Begriffe, die nichts bedeuten
Aussagekräftig: vegan, sulfatfrei, silikonfrei, parabenfrei, mikroplastikfrei, recycelbare Verpackung, Produktionsland. Diese Angaben lassen sich an der Inhaltsstoffliste (INCI) und am Etikett prüfen.
Wenig aussagekräftig: natürlich, clean, grün, umweltfreundlich, ohne Chemie. Diese Wörter sind nicht geschützt. Wasser ist Chemie, und ein Produkt mit einem Prozent Pflanzenextrakt darf sich natürlich nennen. Achte auf konkrete Angaben statt auf Stimmungswörter.
So handhaben es unsere vier Marken
GOLD Haircare aus Dänemark formuliert laut Hersteller vegan und ohne Sulfate und Parabene, mit Pflanzenproteinen, Traubenkernöl und Meeresalgen. Mehr im Beitrag GOLD Haircare kennenlernen, alle Produkte unter GOLD Haircare.
HUFS aus Norwegen formuliert laut Hersteller ohne Parabene, Sulfate und MI, produziert in Skandinavien und nennt umweltfreundliche Verpackung als Ziel. Vorgestellt im Beitrag HUFS, the Nordic Way of Beauty, Sortiment unter alle HUFS-Produkte.
Lernberger Stafsing aus Schweden produziert in Schweden, verzichtet auf Parabene, Sulfate und zyklische Silikone und gilt als tierversuchsfrei und vegan-freundlich, mit recycelbaren Verpackungen. Das Sortiment findest du unter Lernberger Stafsing.
TRUFFLuv arbeitet mit Trüffelextrakt, Arganöl und Keratin in sulfat- und parabenfreien Rezepturen und ist laut Hersteller tierversuchsfrei. Was der Inhaltsstoff kann, steht im Ratgeber Trüffel in der Haarpflege, alle Produkte unter alle TRUFFLuv-Produkte.
Nachhaltig pflegen im Alltag: fünf Gewohnheiten
- Nicht öfter waschen als nötig. Zwischen den Wäschen hilft Trockenshampoo. Das spart Wasser, Energie und Produkt.
- Richtig dosieren. Eine haselnussgroße Menge Shampoo genügt. Wie viel wovon, steht im Ratgeber Shampoo und Conditioner richtig anwenden.
- Lauwarm statt heiß. Schont Haar, Farbe und den Energieverbrauch.
- Lufttrocknen, wenn möglich. Weniger Föhnen heißt weniger Strom und weniger Hitzeschäden. Wenn geföhnt wird, dann mit Hitzeschutz und mittlerer Temperatur.
- Große Gebinde kaufen. Einige unserer Shampoos gibt es als große Flasche mit weniger Verpackung pro Wäsche.
Häufige Fragen
Ist sulfatfreies Shampoo automatisch nachhaltig? Es ist ein Baustein. Entscheidend ist die gesamte Rezeptur, die Verpackung und wie sparsam du dosierst. Was Sulfate überhaupt tun, erklärt der Ratgeber Sulfate im Shampoo.
Sind feste Shampoos nachhaltiger? Sie sparen Verpackung, sind aber häufig seifenbasiert und für coloriertes oder trockenes Haar zu alkalisch. Ein flüssiges sulfatfreies Shampoo in der großen Flasche ist für viele Haartypen der bessere Kompromiss.
Was bedeutet vegan bei Haarpflege konkret? Keine tierischen Rohstoffe wie Keratin aus Wolle, Seidenprotein, Bienenwachs, Lanolin oder Kollagen. Pflanzliche Proteine aus Weizen, Soja oder Erbse übernehmen die Funktion.
Weitere Anleitungen findest du im Haarpflege-Ratgeber, alle Produkte in der Übersicht alle Produkte.