Trockene Kopfhaut: Ursachen erkennen und richtig pflegen
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Trockene Kopfhaut spannt nach dem Waschen, fühlt sich rau an und bildet oft feine, weiße Schüppchen, die auf dunkler Kleidung auffallen. Anders als fettige Schuppen hat sie mit zu wenig Fett und Feuchtigkeit zu tun, nicht mit zu viel. Deshalb helfen hier andere Produkte als ein klassisches Anti-Schuppen-Shampoo. Dieser Ratgeber zeigt, wie du trockene Kopfhaut von Schuppen unterscheidest, welche Gewohnheiten sie auslösen und mit welcher Routine sie sich beruhigt.
Trockene Kopfhaut oder Schuppen?
| Trockene Kopfhaut | Fettige Schuppen | |
|---|---|---|
| Schüppchen | fein, weiß, rieseln leicht | größer, gelblich, haften am Haar |
| Gefühl | spannt, vor allem nach dem Waschen | juckt, Ansatz fettet schnell |
| Wann schlimmer | Winter, Heizungsluft, nach heißem Waschen | bei Stress, wenn zu selten gewaschen wird |
| Was hilft | milde Reinigung, Feuchtigkeit, Ölkur | Anti-Schuppen-Shampoo |
Wenn die Beschreibung rechts eher passt, findest du die passende Behandlung im Ratgeber Schuppen loswerden. Steht der Juckreiz im Vordergrund, hilft der Ratgeber Juckende Kopfhaut weiter.
Die häufigsten Ursachen
- Zu heißes Wasser. Heißes Wasser löst die Lipide der Haut. Lauwarm reicht zum Reinigen völlig.
- Zu starke Tenside. Sulfathaltige Shampoos entfetten die Kopfhaut kräftig. Bei trockener Haut ist ein mildes Shampoo die bessere Wahl, mehr im Ratgeber Sulfate im Shampoo.
- Heizungsluft und Kälte. Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen stark. Die Kopfhaut trocknet aus wie die Haut an den Händen.
- Heißes Föhnen am Ansatz. Der Föhn direkt auf der Kopfhaut trocknet sie zusätzlich aus.
- Sonne. Auch die Kopfhaut kann im Sommer austrocknen, besonders am Scheitel.
- Stylingrückstände und Trockenshampoo. Zu viel davon auf der Kopfhaut kann sie austrocknen und reizen.
- Hautzustände. Neurodermitis, Schuppenflechte oder eine Kontaktallergie zeigen sich manchmal zuerst als trockene, schuppende Kopfhaut. Dann ist ärztlicher Rat nötig.
Die Pflege-Routine für trockene Kopfhaut
1. Mild und lauwarm waschen
Ein sanftes, sulfatfreies Shampoo mit moderatem Reinigungsgrad ist die Basis. Das GOLD Lush Shampoo hat GOLD als Kopfhaut-Shampoo für eine ausgeglichene Kopfhaut entwickelt, mit Schwarzkümmelöl und pH 5. Das Shampoo mit den Fingerkuppen einmassieren, nicht mit den Nägeln, und gründlich ausspülen. Wie oft gewaschen werden sollte, steht im Ratgeber Wie oft Haare waschen. Bei trockener Kopfhaut reichen meist zwei bis drei Wäschen pro Woche.
2. Ein Conditioner, der an die Kopfhaut darf
Normale Conditioner gehören nur in die Längen. Bei trockener Kopfhaut ist ein Kopfhaut-Conditioner sinnvoll, der bis an den Ansatz aufgetragen wird. Der GOLD Rich Conditioner ist genau dafür gemacht und gehört zum Lush Shampoo. Zwei bis drei Minuten einwirken lassen, dann ausspülen.
3. Einmal pro Woche eine Ölkur
Vor der Wäsche zehn bis fünfzehn Tropfen Lernberger Rich Repair Oil auf der Kopfhaut verteilen und sanft einmassieren, 30 Minuten einwirken lassen, dann mild auswaschen. Die Maßnahme ist besonders im Winter hilfreich. Mehr zur Anwendung von Ölen im Ratgeber Haaröl richtig anwenden.
4. Schonend trocknen
Das Haar mit dem Handtuch ausdrücken, am besten lufttrocknen oder lauwarm mit 20 Zentimetern Abstand föhnen. Die Düse nicht direkt auf die Kopfhaut richten.
5. Reizstoffe reduzieren
Trockenshampoo, Haarspray und Wachs nicht direkt auf die Kopfhaut geben und abends auswaschen. Parfümierte Produkte testweise für zwei Wochen weglassen, wenn die Haut empfindlich reagiert.
Alle Produkte für die Kopfhaut sind in der Kategorie Kopfhautpflege zusammengestellt, besonders milde Pflege unter Pflege für empfindliche Kopfhaut.
Hausmittel: was sinnvoll ist und was nicht
- Sinnvoll: eine Ölkur vor der Wäsche, lauwarmes Wasser, ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer und genug trinken.
- Vorsicht: Zitronensaft, Essig und ätherische Öle pur auf der Kopfhaut können empfindliche, trockene Haut zusätzlich reizen.
- Nicht übertreiben: Zu viel Öl oder tägliche Ölkuren beschweren das Haar und machen den Ansatz fettig.
Trockene Kopfhaut im Winter
Im Winter treffen Heizungsluft, Kälte und Mützen zusammen. Die wichtigsten Maßnahmen: Waschtemperatur senken, die wöchentliche Ölkur einplanen, den Kopfhaut-Conditioner bei jeder Wäsche verwenden und Mützen mit Innenfutter aus Baumwolle oder Seide tragen. Gegen fliegende Haare, die in dieser Jahreszeit oft dazukommen, hilft der Ratgeber Elektrische Haare.
Wann zum Hautarzt?
Wenn die Kopfhaut trotz milder Pflege nach drei bis vier Wochen nicht besser wird, gerötet ist, nässt, blutet, dicke Schuppenplatten bildet oder Haare an bestimmten Stellen ausfallen. Auch wenn die Beschwerden direkt nach dem Färben beginnen, sollte eine Allergie ärztlich abgeklärt werden.
Häufige Fragen
Was hilft schnell gegen trockene Kopfhaut? Lauwarm und mild waschen, einen Conditioner verwenden, der an die Kopfhaut darf, und vor der nächsten Wäsche eine Ölkur machen.
Welches Shampoo bei trockener Kopfhaut? Ein mildes, sulfatfreies Shampoo mit moderatem Reinigungsgrad, zum Beispiel das GOLD Lush Shampoo. Ein Anti-Schuppen-Shampoo ist nur sinnvoll, wenn wirklich Schuppen die Ursache sind.
Ist trockene Kopfhaut dasselbe wie Schuppen? Nein. Trockene Kopfhaut bildet feine, weiße Schüppchen und spannt. Schuppen sind meist größer, gelblich und gehen oft mit fettiger Kopfhaut einher.
Wie oft Haare waschen bei trockener Kopfhaut? Meist zwei- bis dreimal pro Woche. Seltener waschen hilft nicht immer, weil sich dann Rückstände sammeln können.
Hilft Öl gegen trockene Kopfhaut? Eine Ölkur einmal pro Woche vor der Wäsche kann die Kopfhaut geschmeidiger machen. Das Öl danach gründlich auswaschen.