Spliss und Haarbruch: Ursachen, was wirklich hilft und wie du vorbeugst

Spliss sind gespaltene Haarspitzen, Haarbruch sind Haare, die irgendwo in der Länge abbrechen. Beides hat dieselbe Ursache: Die Schuppenschicht, die das Haar wie Dachziegel schützt, ist beschädigt, das Haar verliert Feuchtigkeit und Elastizität und reißt bei Belastung. Die ehrliche Antwort vorweg: Gespaltene Spitzen wachsen nicht wieder zusammen. Pflege kann sie glätten und versiegeln, damit sie weniger auffallen und nicht weiter aufspleißen. Entfernen kann Spliss nur die Schere. Vorbeugen kannst du aber sehr viel, und darum geht es in diesem Ratgeber.

Spliss oder Haarbruch? So erkennst du den Unterschied

  • Spliss: Die Spitze teilt sich in zwei oder mehr Enden, manchmal wie ein Y, manchmal wie ein kleiner Pinsel. Die Spitzen wirken heller, trocken und stumpf.
  • Haarbruch: Kurze, abstehende Haare in den Längen oder am Oberkopf, ohne dass sie neu nachwachsen. Oft nach Blondierung, zu viel Hitze oder zu festen Zopfgummis.
  • Der Test: Eine Strähne zwischen den Fingern verdrehen. Stehen viele kurze Enden ab, ist Spliss oder Bruch im Spiel.

Die häufigsten Ursachen

  1. Hitze ohne Schutz: Glätteisen, Lockenstab und heißer Föhn entziehen der Faser Feuchtigkeit. Wie viel Hitze dein Haar verträgt, steht im Ratgeber Hitzeschutz richtig anwenden.
  2. Blondieren und Färben: Chemische Behandlungen öffnen die Schuppenschicht und schwächen die inneren Bindungen.
  3. Mechanische Belastung: Nasses Haar rubbeln, grob bürsten, feste Gummis, Baumwollkissen.
  4. Zu wenig Pflege in den Spitzen: Die Spitzen sind die ältesten Teile des Haars und brauchen am meisten Feuchtigkeit und Lipide.
  5. Zu lange ohne Schnitt: Spliss wandert nach oben. Je länger er bleibt, desto mehr muss später ab.

Spliss entfernen: der Schnitt

Spliss verschwindet nur mit der Schere. Alle 8 bis 12 Wochen einen bis zwei Zentimeter schneiden lassen hält die Spitzen gesund, ohne an Länge zu verlieren. Beim sogenannten Splissschnitt werden einzelne Strähnen verdreht und nur die abstehenden Enden geschnitten. Das erhält die Länge, ersetzt aber keinen regelmäßigen Spitzenschnitt.

Die Routine gegen Spliss und Haarbruch

  1. Mild waschen: ein sulfatfreies Shampoo, nur auf der Kopfhaut, lauwarm ausspülen. Alle Varianten unter Shampoo ohne Sulfate.
  2. Conditioner nach jeder Wäsche: Der Lernberger Hydrating Conditioner enthält Sheabutter, die laut Hersteller Haarbruch und Spliss reduziert. Mehr Auswahl unter Conditioner & Haarspülung.
  3. Wöchentlich eine Maske: die Lernberger Deep Repair Maske verbessert laut Hersteller die Elastizität und beugt Haarbruch vor. Bei blondiertem Haar im Wechsel mit einer Bond-Kur wie GOLD Healing Bond.
  4. Spitzen versiegeln: Ein bis drei Tropfen Haaröl in die Spitzen glätten aufgeraute Enden. Die TRUFFLuv Argan Leave-in Mask versiegelt laut Hersteller Spliss und schützt vor Hitze und UV. Wie viel Öl für welches Haar, steht im Ratgeber Haaröl richtig anwenden.
  5. Vor jedem Hitzestyling schützen: GOLD Thermal Protection schützt laut Hersteller bis 210 °C. Beim Föhnen reduziert die Föhnlotion Lernberger Blowdry Haarbruch.

Alltagsfehler, die Spliss verursachen

  • Nasses Haar mit dem Handtuch rubbeln, statt es auszudrücken.
  • Mit feiner Bürste von oben nach unten durch nasses Haar ziehen. Besser: grobzinkiger Kamm, von den Spitzen aufwärts.
  • Feste Haargummis mit Metallteil und immer derselbe Zopf an derselben Stelle.
  • Glätteisen auf höchster Stufe, mehrmals über dieselbe Strähne.
  • Baumwollkissen bei trockenem, langem Haar. Seide oder Satin reduzieren die Reibung.

Alle Pflegeprodukte für geschädigtes Haar findest du unter Pflege für blondiertes & strapaziertes Haar, Masken unter Haarmaske & Haarkur.

Häufige Fragen

Kann man Spliss reparieren? Nein. Gespaltene Spitzen wachsen nicht zusammen. Pflege kann sie glätten und versiegeln, entfernen kann sie nur ein Schnitt.

Wie oft sollte man Spliss schneiden lassen? Alle 8 bis 12 Wochen ein bis zwei Zentimeter. Bei blondiertem oder sehr trockenem Haar eher alle 8 Wochen.

Was hilft gegen abbrechende Haare? Weniger Hitze und Reibung, Conditioner nach jeder Wäsche, wöchentlich eine Maske und bei blondiertem Haar eine Bond-Kur.

Hilft Haaröl gegen Spliss? Es versiegelt und glättet die Spitzen, sodass Spliss weniger auffällt und sich langsamer ausbreitet. Wegschneiden muss man ihn trotzdem.

Warum habe ich trotz Pflege Spliss? Häufig wegen Hitze ohne Schutz, grobem Bürsten oder zu langen Abständen zwischen den Schnitten. Die Pflege wirkt vorbeugend, nicht rückwirkend.

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